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  1. Marcel sagt:
    Hallo Günther,
    gefällt mir wirklich sehr gut.
    Meine Seite ist gerade tot😕, mein Kumpel hat php aktualisiert und das wars dann, grrrr.

    Gruss Marcel

  2. oli sagt:
    Ein Foto hat grundsätzlich 4 Merkmale
    1) Gestaltung: Die Regeln für die “korrekte” Bildgestaltung im Sinne von Linienführung etc. haben diverse Autoren ausführlich beschrieben. Prof. Mante ist sicherlich einer der bekanntesten Vertreter der formalen Bildsprache. Die formale Bildsprache ist neutral und objektiv bewertbar.
    2) Aussage: Ein Bild kann eine Aussage haben und eine Geschichte erzählen. Ob der Betrachter des Bildes die Geschichte sieht/erkennt oder diese auf ihn wirkt, kann der Fotograf nicht vorhersehen.
    3) Gefühl: Unterstützend zur Aussage können Gefühle angesprochen werden. Kinderbilder werden bei jedem ein positives Gefühl wecken. Auch hier gilt: Was der Betrachter empfindet kann vom Fotograf nur bedingt beeinflusst werden.
    4) Ich: Was sagt uns das Bild über den Fotografen?

    Die wenigsten Bilder können alle 4 Ebenen zu 100% erfüllen. Die meisten Bilder sind entweder Formal oder Aussage+Gefühl. Die Ich-Ebene ist in jedem Bild enthalten.
    Dieses Modell ist hier beschrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Augen-Modell

    Viel Spaß weiterhin.

    vg, oli

  3. GJKeil sagt:
    Das 4-Augenmodell ist mir sehr wohl bekannt. Ich halte das Ich-Auge aber für Normal-Fotografen zu anspruchsvoll.
    Ich nehme als 4.Auge lieber die Technik (Handwerkszeug); siehe meinen Post https://guenther-keil.com/die-iris-bildgestaltungsmethodik-im-ueberblick
    Nach unseren nächsten Foto-Ecke-Sitzung werde ich den verwendeten Foliensatz publizieren.
  4. […] Die Aussage (…mehr), Die emotionale Wirkung (…mehr), Die Gestaltung (…mehr), Die Technik, sprich Handwerkszeug (…mehr). […]
  5. […] Aussage (…mehr), Die emotionale Wirkung (…mehr), Die Gestaltung (…mehr), Die Technik, sprich Handwerkszeug […]
  6. […] So haben Juror*innen sich in der Regel ihre Befähigung zur Bildbewertung durch eine ambitionierte fotografische Arbeit und Übernahme von Jurierungsaufgaben erworben. Ich selber habe mir seit 1981 eine Methodik erarbeitet, die ich auch mit IRIS bezeichne. Ein Überblick findet sich unter https://guenther-keil.com/die-iris-bildgestaltungsmethodik-im-ueberblick . […]
  7. Ludwig Wiese sagt:
    Finde ich gut, wie Du den Ablauf von einer Jurierung deutlich machst.
    Wie läuft das eigentlich mit der einheitlichen Wirkung der Jury nach außen? Vermittelt der Veranstalter den Juroren die für den jeweiligen Wettbewerb gültigen Kriterien oder urteilt jeder nach seinem eigenen Schema?
  8. Günther Keil sagt:
    Der Veranstalter weist die Juroren vor der Jurierung in die Wettbewerbsbedingungen / -kriterien ein. Später übt sich der Veranstalter dann grundsätzlich in Zurückhaltung, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, die Juroren in ihrer Wertung beeinflusst zu haben. Die Wertungen der Juroren werden entsprechend vorher festgelegter Prozeduren erfasst und ausgewertet.
  9. Walter Schneider sagt:
    Das ist eine schöne Beschreibung eines Jurorentages!
    2 Fragen:

    Für was steht die Abkürzung IRIS?

    10 sec für die unteren 2/3 aller Bilder ist eine große Herausforderung an eine sachliche Bewertung.
    Fallen da nicht doch viele aufgrund von “Bauch”bewertung raus? Oder wegen zwischenzeitlichen Konzentrationstiefs? Zumindest bei manchen Juroren?

  10. IRIS ist keine Abkürzung und auch nicht als Frauenname gemeint, sondern als Teil des Auges.
    10 sec verlangen nach erfahrenen Juroren, damit es keine Bauchentscheidungen werden. Erfahrungsgemäß geht es recht gut, weil in der Regel die Wertungen der einzelnen Juroren beieinander liegen. Außerdem habe ich ja die “IRIS-Raute” (Aussage, Emotion, Gestaltung, Technik) als schnelle Prüfhilfe. Gegen Konzentrationstiefs helfen Pausen und Kaffee.
  11. Walter Schneider sagt:
    Ohne Zweifel, Deine Kamera ist ein sehr gutes Werkzeug. Meine hat deutlich engere Grenzen.
    Ich fotografiere eigentlich auch gerne Kirchenräume, habe mich aber nie getraut Kirchenbesucher zu fotografieren, oder während Gottesdiensten zu fotografieren. Wie hast Du die Erlaubnis bekommen?
  12. Grundsätzlich fotografiere ich auch nicht während eines Gottesdienstes. Aber die Feier am Sonntag war ein besonderes Ereignis in Markt Schwaben und ich wollte davon auf der Facebook-Seite zur Partnerschaft mit Ostra berichten. Eine Erlaubnis hatte ich mir nicht eingeholt, denn ich wollte ursprünglich nur sehr zurückhaltend ein paar Bilder machen. Als ich aber diverse Presseleute und Foto Daschner agieren sah, habe ich mich denen angeschlossen. Außerdem kennt man mich. Durch viele Fotoaktionen in der Gemeinde habe ich zudem auch keine Scheu, während einer Veranstaltung aktiv zu fotografieren.
  13. Walter Schneider sagt:
    The early bird catches the worm.
  14. Walter Schneider sagt:
    Ja, Ja. Ist ja bekannt, das saubere, intensiv blau leuchtende Wasser in Venedig.
    Typisch Günther.
  15. Walter Schneider sagt:
    sehe ich auch so. Subjektive Fotografie ist natürliche Fotografie. Ich gestalte auch gerne. Gestehe auch jedem seine persönliche Sichtweise zu. Dabei kann es natürlich auch vorkommen, dass die persönliche Sichtweise nur dem Ersteller gefällt, anderen nicht.
  16. Klicken sagt:
    Guten Tag. Ich bin per Zufall hier gelandet. Aber trotzdem möchte ich ihnen ein Kommentar da lassen, da ich ihren Weblog überaus informativ finde.

    Auch ihr Konzept ist sehr sympathisch.

    MfG

  17. Servus. Ich bin per Zufall hier gelandet. Aber dennoch möchte ich ihnen ein Kommentar da lassen, da ich ihren Blog
    äußerst informativ finde.

    Auch ihr Design ist ungemein sympathisch.

    Mit freundlichen Grüßen

  18. Marcel sagt:
    Gute Idee 🙂
  19. Ludwig Wiese sagt:
    Wieder ein sehr interessanter Blogbeitrag und ein informatives PDF von Dir. Ich finde jedoch, dass die Technik des Kameraschwenkens etwas in die Jahre gekommen ist.
    Das Ergebnis steht im Vordergrund. Das Bild sollte möglichst so aussehen, wie es sich der Fotograf vorgestellt hat. Bei den Schwenkbildern ist der Anteil des Zufalls jedoch sehr hoch. Daher halte ich es für wesentlich besser, mit den heute bereitstehenden Mitteln der Bildbearbeitung gezielt Bilder zu gestalten und den Zufall möglichst gering zu halten.
    Meine Meinung hängt sicher damit zusammen, dass ich ein fauler Fotograf bin, Fotos eher als Rohmaterial ansehe und Bilder lieber gezielt am PC gestalte. Ausführlicher habe ich dies Thema in einem Blogbeitrag erläutert (siehe: http://www.w-fotografie.de/ich-bin-ein-fauler-fotograf-bildmontagen-gefallen-mir-besser/ ).
  20. Günther Keil sagt:
    Sicher ist die Technik nichts Neues. Wir haben sie auch schon früher eingesetzt. Aber wir wollten die Gestische Fotografie künftig kontrollierter nutzen, wenn sie denn zum Motiv passt. Trotz allem macht der Zufall für uns den Reiz aus. Es freut uns ja immer wieder, wenn unter den Schwenkbildern etwas besonders Gelungenes bzw. Unerwartetes ist – ist wie Pilzesuchen. Es ist also schon ein anderer Ansatz, als Deiner im zitierten Blogbeitrag. Und faul bist Du sicher nicht (bei 150 PS-Ebenen). Ferner lassen sich die Ergebnisse der Gestischen Fotografie mit Photoshop nicht 1:1 nachempfinden, denn reales Licht ist etwas Anderes als sein Abbild in der Bilddatei.
  21. Beatrice Trixl sagt:
    Hallo Herr Keil,
    Minimalismus mit Aussage in der Fotografie ist mein Ziel, obgleich bei Hobbyfotografen eher die hergebrachte Ausdrucksweise vorherrscht ( alles sagen was man auf das Bild bringt, knackscharf muss es sein, goldener Schnitt, Drittelregel) ohne Geschichte dahinter und wenig Aussage.
    Bin durch Zufall auf Ihre Seite gekommen und stellte fest, daß Sie im CC77 bei unserem letzten Wettbewerb juriert haben.
    Ich habe die beiden Gänseblümchen mit Fliege abgegeben, Sie erinnern sich vielleicht? Danke!!!! 1. PLATZ. Danke nochmal. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege mal wieder.
    Herzliche Grüße. Beatrice Trixl
  22. Beatrice Trixl sagt:
    Hallo Herr Keil,
    großartig, genau das was ich schon seit einiger Zeit suche. Mit dieser Methode kann man wunderbare Kunstwerke produzieren. William Turner läßt grüßen – ich liebe ihn.
    es bedankt sich und grüßt herzlich Beatrice Trixl
  23. […] Einen Überblick über die Methodik findet sich in den Unterlagen von Günther Keil (…mehr). […]
  24. Fritz Kramer sagt:
    Hallo Günther,
    Glückwunsch zu den gelungenen Fotos und deren kreativer Nachbeareitung. Ich finde Du hast das Dilemma sehr gut aufgelöst indem Du der fotografischen Reproduktion der Exponate Deine unverkennbare Handschrift aufgedrückt hast.
    Ich bin mir sicher Thierry Muggler würde an der Interpretation seiner Werke Gefallen finden.

    Viele Grüße
    Fritz

    • Danke Fritz. Ich habe mich bemüht, die Puppen wie echte Models zu fotografieren. Man kann nur nicht abgrenzen, wann eine Reproduktion in ein eigenes Werk übergeht. Das ist aber nicht nur bei Modefotografie der Fall, auch zum Beispiel bei Architekturbilder, wo bei ausgefallenen Gebäuden die originäre Leistung beim Architekten liegt.
  25. […] Wenn mich ein Bild mich angenehm oder unangenehm anspricht, dann frage ich mich als erstes WARUM ? Weil mir das Bild vielleicht etwas sagen will ?Als einem Fotografen, der an seiner Bildsprache, seinem Können der Bildgestaltung und an seinem technischen Handwerkszeug arbeitet, stellen sich die Fragen WIE und WOMIT ? Im Grunde sind es die 4 Aspekte der IRIS-Methode: Aussage/Idee, emotionale Wirkung, Gestaltung und Technik; (…mehr). […]
  26. Walter Schneider sagt:
    Das Thema ist Dir wirklich gut gelungen. Alle Bilder berühren. Die Idee, SW mit Roter Farbe passt hervorragend.
    Am besten finde ich das erste Bild: Das ursprüngliche Plakat ist schon gut, wird aber von noch düsteren Papieren überklebt (hast Du gut eingefügt). Die blutigen Hände des Plakatklebers. Selbst der schwach rote Rahmen um die Plakattafel.
    Kompliment.
  27. Ich habe es genossen, Ihren Artikel zu lesen. Evangelin Dalis Milinda
  28. Ludwig Wiese sagt:
    Deine Fotos zeigen sehr schön, wie vielfältig die Naturkreationen in Form und Farbe wirken. Ich vermute jedoch, dass der Gartenbesitzer andere Bilder erwartet. Wie Du schreibst, sollte sich der Garten treffend widerspiegeln.
    Die meisten Deiner Motive können jedoch irgendwo fotografiert worden sein. Man erhält kaum einen Eindruck von der Individualität des Gartens.
    In meinem Blogbeitrag „Ist eine Bildaussage Pflicht?“, erkläre ich ein Schema zur Bildinterpretation (zum Beitrag: https://www.w-fotografie.de/ist-eine-bildaussage-pflicht). Aus meiner Sicht ist ein wichtiger Aspekt der Bildaussage die Wirkung auf den Betrachter, also den Gartenbesitzer oder den Interessenten, der einen Eindruck von der Individualität des Gartens erhalten soll.
    • Hallo Ludwig,
      vielen Dank für Dein Feedback. Deine Anmerkungen zielen in eine andere Richtung als ich in dem Blog-Beitrag herausarbeiten wollte. In meinem Blog sollte nicht ein Garten umfassend dargestellt werden und auch nicht seine Beziehung zur Besitzerin. Anmerkung Diese erhielt von mir wesentlich mehr Bilder über ihren Garten – Teile vom Haus, Gartenutensilien, Menschen, Besitzerin selber und Ehegatten usw. Ihre Erwartungen wurden mehr als erwartet erfüllt. Die Personenbilder habe ich im Blog wegen der DSGVO weggelassen.

      Meine Ausführungen drehen sich um eine Vorgehensweise beim Fotografieren (Der Fotograf als Entdecker), orientiert an der kontemplativen Fotografie. Sie sind also eine Methodenschreibung und keine Gartenbeschreibung.

      Ich habe Deine Ausarbeitung ja schon früher einmal studiert, bin mittlerweile nicht mehr zwingend der Meinung, dass eine Bildaussage in jedem Fall erforderlich ist. Ein Bild sollte was Besonderes (Wow-Effekt) beinhalten. Es kann eine besondere Aussage / emotionale Wirkung / Bildgestaltung oder Technik oder eine beliebige Kombination dieser 4 Aspekte aufweisen. Der Wow-Effekt bestimmt sich auch aus der anvisierten Zielgruppe.

      Aber die von Dir genannten Koryphäen überzeugen mich in keinster Weise. Wenn ein Fotograf immer nur Ästhetik bzw. Wettbewerbsorientierung in seinen Bildern verfolgt, ist mir das viel zu wenig.

  29. Walter Schneider sagt:
    Schöne Nahaufnahmen. Aber wie sieht der Garten aus, was hat er Besonderes? Wie passt er zum Haus, zum Besitzer?
    • Hallo Walter,
      vielen Dank für Dein Feedback. Deine Fragen zielen in eine andere Richtung als ich in dem Blog-Beitrag herausarbeiten wollte. In meinem Blog sollte nicht ein Garten umfassend dargestellt werden und auch nicht seine Beziehung zur Besitzerin. Diese erhielt von mir wesentlich mehr Bilder über ihren Garten – Teile vom Haus, Gartenutensilien, Menschen, Besitzerin selber und Ehegatten usw.

      Meine Ausführungen drehen sich um eine Vorgehensweise beim Fotografieren (Der Fotograf als Entdecker), orientiert an der kontemplativen Fotografie. Sie sind also eine Methodenschreibung und keine Gartenbeschreibung

  30. oli Schlecht sagt:
    Ich würde mir gerne erlauben die Überschrift gerne anzupassen: “Man sieht nur, was man ERkennt …”.
    Auf Reisen zB ist man in exotischen Gegenden die gänzlich anders sind als Zuhause. Dort kann ich weniger die Motive fotografieren die ich kenne – nur diese, die ich ERkenne.
    Ich stimme aber voll und ganz zu – ohne den Geist, die Sinne und das Herz zu öffnen werde ich nichts ERkennen.
    Für mich persönlich ist der Spagat bei Familienausflügen zwischen der Aufmerksamkeit gegenüber der Familie und dem was mich umgibt oftmals zu groß, sodass ich tatsächlich manchmal ohne ein Bild nach Hause komme.
    Ich freue mich für jeden der das besser kann oder der mehr Freizeit hat mit offenem Herzen auf die Bildersuche gehen zu können.
    • Danke für den vertiefenden Kommentar, den ich voll unterschreiben kann. Die beschriebene Vorgehensweise lässt sich ganz klar nicht bei Familienausflügen realisieren, sondern kann am besten umgesetzt werden, wenn man ein Vorhaben alleine auf sich gestellt fotografiert. Bei Motiven, die ich dann nicht kenne, gehe ich kontemplativ vor – ich fotografiere, so offen und flexibel es geht, WAS ist und WIE es ist. Im Nachgang versuche ich dann tiefer zu steigen, wenn mich das Motiv nach wie vor anspricht.

      Wenn ich mit anderen unterwegs bin, versuche ich auch, das WAS und WIE festzuhalten. Dabei kommt mir zugute, dass ich doch recht schnell fotografieren kann – vorausgesetzt, meine Begleitung hat dafür Verständnis.

      Wenn ich auf Reisen gehe, dann fertige ich mir vorher als Ergänzung zu vorhandener Literatur anhand von Internet-Informationen meinen persönlichen Reiseführer (durchaus 30 Seiten und mehr) an. In diesem sammle ich zuhause, was ich für mich entdecken möchte. Jedoch freut es mich sehr, wenn ich vor Ort ungeplante Entdeckungen machen kann.

  31. Hallo und vielen Dank für dieses Blog ist eine wahre Inspiration .. Idalia Francisco Lachlan
  32. […] nach Aufgabenstellung und persönlicher Veranlagung sind wir dabei Entdecker und/oder Inszenierer; siehe auch mein Posting vom 2. August 2020. Im Folgenden beschreibe ich nun, wie ich mir eine Vorstellung davon verschaffe, ob eine Bildidee […]
  33. […] schafft, weil es erstmalig vorkommt (zum Beispiel Thema “Corona-Virus“), bislang Unbekanntes aufgreift oder zumindest wenig Bekanntes zum Gegenstand […]
  34. […] und/oder technisch-handwerklicher Bildelemente dar. In den Begriffen der IRIS-Methodik (… mehr) bedeutet das eine […]
  35. oli sagt:
    Hallo Günther,
    wir sind uns in der Beurteilung ob dein IRIS oder das von mir präferieret Vier-Augen-Modells nach Zurmühle (in Anlehnung des 4 Ohren Modells nach Friedemann Schulz von Thun) hier das passendere System ist eh uneinig, allerdings vermisse ich in deiner ausgeführten Idee die Intension des Fotografen.
    Ist es wirklich meine Aufgabe als Fotograf schon vor dem Auslösen mir schon Gedanken über die spätere Präsentation zu machen? Mache ich meine Bilder nur für ein (unbekanntes) Publikum? Fotografiere ich nicht vielleicht auch einfach für mich & meine Seele? Ist die Technik und Bildsprache (+ Präsentation) bei einem besonderen Bild wichtig? (Beispiel Vietnam Mädchen Phan Thị Kim Phúc von Nick Út). Dieses Bild ist technisch und gestalterisch eine Katastrophe – aber Ùt hatte eine klare Intension den Krieg mit allen seinen Facetten zu dokumentieren. Der drittklassige Print in den Zeitungen hatte Út bei der Belichtung mit Sicherheit nicht beachtet.
    Ich glaube die Frage 1 die ich mir als Fotograf stellen sollte ist die Frage nach dem “Warum fotografiere ich?” gefolgt von “Für wen fotografiere ich?”.
    Wer diese Fragen für sich beantworten kann, der wird die passenden Motive suchen (und finden).

    vg, oli

    • Hallo Oli,

      will man in einem Block nicht überlang werden, muss man seine Gedanken vereinfachen. Daher kommen manche tiefergehende Gedanken nicht so zum Ausdruck. Ich präferiere bei Überlegungen der Art, wie Du sie angestellt hast, eigentlich das persönliche Gespräch, welches vieles einfacher macht. Würde sich bei uns beiden durchaus anbieten, da wir nur eine S-Bahn-Station auseinander sind.

      Ich bin nicht gegen das 4-Augenmodell, sondern habe es nur abgewandelt für das Umfeld, in dem ich seit über 30 Jahren unterwegs bin. Allmählich ist es bereit, über so etwas wie das Ich-Auge nachzudenken. Wenn Du Lust hast, kannst Du mal unter “https://www.ccms.de/gallerien/2012-2-2/f-n/kuenstlerische-fotografie-erste-ideen/” lesen.

      Natürlich muss ich mir beim freien (also nicht auftragsbezogenen) Fotografieren nicht schon Gedanken über die Präsentation machen … Ganz klar bin ich als Fotograf*in der erste Betrachter, will sagen kann also auch für mich fotografieren und dann entscheiden, ob ich das Foto anderen zeige … Die Ein besonderes Bild muss nicht alle IRIS-Kriterien erfüllen, d.h. es soll Aussage ODER Emotion ODER Gestaltung ODER Technik besonders sein; so sind z.B. bei den 4 Bildbeispielen sind nicht immer alle 4 Kriterien besonders gut.
      LG Günther

  36. Ludwig Wiese sagt:
    Du machst Dir als einer der wenigen grundlegende Gedanken über die Fotografie. Das finde ich super.
    Zum Inhalt Deines Beitrags habe ich zusätzlich zu olis Kommentar kaum etwas zu ergänzen. Er bringt es auf den Punkt:
    1. „Warum fotografiere ich?“
    In meinem Artikel „Amateurfotografie – nur ein Zeitvertreib?“ schreibe ich auf Seite 44: „Die Fotografie bietet Platz für Fotografen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten. Darum ist es wichtig, sich über die eigenen Ziele klar zu sein und sich eindeutig zu positionieren.“
    Siehe: https://www.w-fotografie.de/wp-content/uploads/2016/02/Beitrag_4-L_Wiese-Fotografie.pdf)
    2. „Für wen fotografiere ich?“
    In „Was fotografierst du so?“ auf Seite 13: „Voraussetzung für die Beurteilung von Fotos ist die Klärung des jeweiligen Einsatzzwecks.“
    Siehe: https://www.w-fotografie.de/wp-content/uploads/2016/02/Beitrag_3-L_Wiese-Fotografie.pdf
  37. Ludwig Wiese sagt:
    Vielen Dank für den Hinweis auf Deine Überlegungen zur künstlerischen Fotografie.
    Ich stimme Deinem Satz „Es geht hier nicht darum, wie Amateurfotografen (die nicht von der Fotografie leben) Künstler werden, sondern wie sich Ansatzpunkte für unsere gemeinsame fotografische Weiterentwicklung herausarbeiten lassen.“ voll zu. Auf der anderen Seite kokettierst Du mit dem Begriff der künstlerischen Fotografie.
    Ich konnte es natürlich nicht lassen und habe auch zu diesem Thema in zwei Blogbeiträgen meinen Senf dazugegeben:
    Beitrag 1: https://www.w-fotografie.de/amateurfotografen-sind-keine-kuenstler-1/
    Beitrag 2: https://www.w-fotografie.de/amateurfotografen-sind-keine-kuenstler-2/
    Ich komme darin zu dem vielleicht etwas extremen Ergebnis, dass Amateurfotografen keine Künstler sein können und deswegen auch keine Kunstwerke schaffen. Daher sollten Amaturfotografen den Begriff „Kunst“ nicht für ihre Fotos verwenden, auch nicht in der abgemiderten Form „künstlerische Fotografie“.
  38. erotik izle sagt:
    Sie haben sehr interessante Details festgestellt! ps anständige Website. Gloriana Jase Sass
  39. Beatrice Trixl sagt:
    Tolles Gedankenspiel!!
    Gefällt mir sehr!!! Nur der Weg ist mit vielen Abzweigungen zu bewältigen.
    herzlicher Gruß Beatrice
    • Hallo Beatrice, im Camera-Club steht am 25.September das Thema “Künstlerische Fotografie” auf der Tagesordnung. Daher die Gedanken zu dieser Art von Fotografie. Ein paar von unseren “Camera”-Leuten treffen sich voraussichtlich am 15. September, 10:00 Uhr, in der Pinakothek der Moderne – also eine erste Abzweigung zum Thema. Falls Interesse, mir einfach per Mail Bescheid geben. LG Günther
  40. Beatrice Trixl sagt:
    Großartig!! Da wollen wir auch schon immer wieder mal hinfahren. Es muß wirklich ein toller Kraftort sein.
    Es wird unser nächstes Projekt sein!
    Prima Bilder, besonders! Lg. Beatrice
  41. Brigitte Langer sagt:
    Tolle Bilder Günther. Sie regen an, genauer hinzuschauen, um zu realisieren, was dargestellt wird. Die Farben haben eine große Wirkung. Mit Ziehen der Bilder habe ich mich auch schon beschäftigt und auch recht ordentliche Ergebnisse erzielt.
    Deine Fotos regen mich an, wieder mal in diese Richtung zu fotografieren.
    Deine Beschreibungen sind super, sehr hilfreich. Vielen Dank dafür.
    Liebe Grüße
    Gitte Langer
    (Fotogruppe Wasserburg u. Haag)
    • Vielen Dank für das positive Feedback. Der Schaufensterbummel war übrigens in Wasserburg gewesen. Das Thema “Abstrakte Fotografie” beschäftigt uns zur Zeit im Camera-Club. Dass Schwenkbilder nur eine Möglichkeit sind , bei der Aufnahme was Abstraktes zu erzielen, zeigen meine Bildbespiele entsprechend der 4 Grundtechniken auf der Camera-Club-Seite [..mehr]