Die Gestaltung – Merkmal eines guten Bildes

Die Gestaltung eines Bildes strukturiert dessen Inhalt, damit er besser “gelesen” werden kann – denn ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte. Die Bildgestaltung ist daher ein Werkzeug, mit welchem der Eindruck eines Bildes gesteigert wird. Dafür muss sie die inhaltliche Aussage und die emotionale Bildwirkung optimieren helfen.

Für diesen Zweck stellt die Bildgestaltung Bildelemente bereit, welche die Aufmerksamkeit des Betrachters gewinnen und dessen Auge führen. Die Bildaussage wird auf diese Weise leichter erkennbar und verständlich. Eine im Bild vorhandene emotionale Wirkung erschließt sich zudem besser dem Betrachter und berührt ihn folglich stärker.

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Im Zeichen der Ellipse

Der Betrachter sieht eine Treppe, die nach oben führt, Sie ist schon etwas älter und entbehrt nicht einer gewissen sachlichen Strenge, wenn sie den Blick nach oben führt. Je länger man das Bild betrachtet, umso stärker wird eine subtile Sogwirkung hin zur Ellipse an der Treppenhausdecke.

Die gestalterische Reduktion auf Schwarz-Weiß lässt die elliptische Spirale sichtbar werden.

Die Gestaltungsmittel sollen also dem Fotografen bei zentralen gestalterischen Fragen oder Anliegen helfen und Antworten zur besseren Führung des Betrachterauges liefern.  Die verfügbaren Hilfsmittel lassen sich etwa in 7 Bereiche gruppieren:

  1. 1. Bildformat, – ausschnitt:
    Was bringe ich in das Bild ?
  2. 2. Annäherung, Erkennbarkeit:
    Erkennt man, was ich will ?
  3. 3. Blickwinkel, Räumlichkeit:
    Ist mein Blickwinkel interessant ? Klare Position beziehen !
  4. 4. Komposition Bildelemente:
    Bringe einzelne Bildelemente  an den optimalen Platz !
  5. 5. Komposition Farbe:
    Lass Farben sprechen, Emotionen auslösen !
  6. 6. Licht, Beleuchtung:
    Bringe mit Licht Plastizität in das Bild,  mache gewöhnliche Stimmung zur magischen!
  7. 7. Details, Schärfe
    Unscharf, aber richtig – lenke den Blick und werfe Fragen auf !

 

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